Das Wunder der Vergebung

Verfasst von Martin Heinz. Veröffentlicht in Blog


Fast immer dann, wenn wir in unserem Leben nicht mehr weiterkommen, hat dies damit zu tun, dass wir irgendwo in uns noch Groll oder Wut hegen. Groll und Wut gegen einen Menschen, der uns verletzt hat, Groll und Wut gegen eine Situation, gegen äußere Umstände, gegen unsere Eltern, unsere Kinder, die Chancen, die wir nicht hatten, oder was auch immer.

Die heilende Kraft der VergebungWenn Du einmal darüber nachdenkst, wo oder wann Du Dich in Deinem Leben "blockiert" gefühlt hast, wirst Du vermutlich erkennen, dass genau dies geschehen ist. Die Chancen, die wir vermissten hängen dann zumeist mit unausgesprochenen Vorwürfen zusammen, die wir gegenüber unseren Eltern, unseren Vorgesetzten oder gegenüber unserem Partner/unserer Partnerin haben, oder sogar gegen Gott. Und dadurch werden wir ohnmächtig. Wir glauben, dass es nicht in unserer Hand liegt, unser Schicksal in eine positive Richtung zu lenken, sondern dass andere hier die Fäden unseres Lebens ziehen.

An dieser Stelle ist es ganz entscheidend, dass wir nochmals eine "höhere Betrachterposition" einnehmen und erkennen, wie viel von unserem Leben wirklich in unserer eigenen Hand liegt. Doch um unsere eigene Schöpferkraft zu nutzen, müssen wir uns dazu entscheiden. Und dazu gehört, dass wir unseren alten Groll loslassen, den der hindert uns daran, unsere Macht anzunehmen.

Wovon ich hier spreche? Es ist die "Vergebung"!

Und das sagt mein "Handbuch des Lebens" zur Vergebung:

Dies ist, was „Vergebung“ wirklich bedeutet:

Wir stellen in unserem Bewusstsein die wirkliche, letztendliche Wahrheit unserer Unverletzlichkeit, Vollkommenheit und Heiligkeit wieder her. Damit werden wir frei.

Wir müssen nun nicht mehr alte Verletzungen und Ohnmacht aufrecht erhalten, um einen Täter ewig an seine Schuld zu binden und von ihm Wiedergutmachung zu verlangen. Wir müssen uns auch nicht selbst in Begrenzung, Selbstverdammung und Leugnung unseres wahren Seins gefangen halten und an einem erfüllten und glücklichen Leben hindern, indem wir unsere eigene Schuld und damit auch das Leiden unserer Opfer aufrecht erhalten.

Wenn wir auf Seelenebene alle beteiligten Seelen um Vergebung bitten und umgekehrt vergeben – in dem Bewusstsein, wer und was wir wirklich sind und wer und was die anderen Seelen wirklich sind – werden wir befreit vom ewigen Rad des Karma. Wir können dann in unserem Bewusstsein und in der Verwirklichung unseres Wahren Selbstes voranschreiten. 

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